PRIVATER GESTALTUNGSPLAN

Der Gestaltungsplan regelt die zweckmässige Erschliessung des Freilager Albisrieden und legt die Grundlagen für eine attraktive und städtebaulich stimmige Architektur in nachhaltiger Bauweise. Um der eng mit der Entwicklung der Stadt Zürich verbundenen Geschichte des Zürcher Freilagers gerecht zu werden, sollen bestehende Bauten mit architektonischem Potential als Zeitzeugen erhalten und einer neuen Nutzung, z.B. als Lofts oder Ateliers, zugeführt werden.

Städtebauliches Leitbild
Der Gestaltungsplan, welcher die mögliche Lage und Höhe der vorgesehenen Baukörper, die Erschliessung und die Freiräume graphisch darstellt, beruht auf einem zusammen mit der Stadt entwickelten städtebaulichen Leitbild.

Im städtebaulichen Leitbild sind die Grundzüge der Arealentwicklung enthalten: Das Areal soll hauptsächlich dem Wohnen dienen. Eine gewisse Flexibilität der Nutzungen soll jedoch gewährleistet bleiben. Durch die Bestandesbauten behält das Areal seinen Charakter bei. Die bestehenden Blöcke 1 und 2 werden umgenutzt und um bis zu drei Geschosse aufgestockt. Die Freiräume sollen grosszügig und zusammenhängend sein, um die verschiedenen Teilgebiete zu verbinden und die Gesamtidentität des Areals zu stärken.

Der von der Zürcher Freilager AG vorgelegte private Gestaltungsplan "Freilager Albisrieden" erfüllt nicht nur die festgelegten, im öffentlichen Interesse liegenden Ziele, er übertrifft diese sogar in einigen Bereichen. Er setzt zudem Massstäbe bezüglich Umweltverträglichkeit und Gestaltungsqualität und garantiert so ein lebendiges, durchmischtes und nachhaltiges neues Wohnquartier.

  • Dazu gehört eine Vereinbarung mit der Woko, Studentischen Wohngenossenschaft Zürich, betreffend dem Bau von 200 Studentenwohnungen im "Freilager Albisrieden" als private Förderung und Unterstützung von Studenten sowie zur Initialisierung und Sicherstellung der Durchmischung des neuen Wohn- und Arbeits-Quartiers "Freilager Albisrieden".
  • Die Zürcher Freilager AG bekennt sich bei der Entwicklung des "Freilager Albisrieden" zur Nachhaltigkeit im umfassenden Sinn. Das "Freilager Albisrieden" soll sich über den ganzen Lebenszyklus auszeichnen durch überdurchschnittliche Gebäude-Effizienz, Verwendung erneuerbarer Energien, Einsatz von gesundheitlich unbedenklichen Baumaterialien, hohe Aufenthaltsqualität, gute soziale Durchmischung, arealinterne Quartierinfrastrukturen und gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr.
  • Um die angestrebte städtebauliche und architektonische Qualität zu gewährleisten bzw. zu erreichen, wurden mit einer hochkarätigen Jury unter der Leitung von Peter Ess, Architekt FH/SIA Zürich, in den Teilgebieten A und C Studienaufträge durchgeführt.

Der private Gestaltungsplan "Freilager Albisrieden" wurde im Jahresverlauf 2010 vom Stadtrat und der kantonalen Baudirektion genehmigt und am 27.11.2010 vom Stadtrat in Kraft gesetzt.