GESCHICHTE DES AREALS
1924
Am 23. Juli 1924 wird die Zürcher Freilager AG auf Veranlassung der Zürcher Handelskammer gegründet und am 3. Dezember desselben Jahres ins Handelsregister aufgenommen.
Viel Aufwand bereitete die Platzfrage, von 21 Angeboten im Gebiet der Stadt Zürich entspricht keines den Anforderungen. Nach langem Suchen findet sich in der Gemeinde Albisrieden ein Areal, welches in Bezug auf Grösse, ebene Lage, Gleisanschluss, Entfernung zur Stadt, Anfahrt für Lastautos sowie Tramanbindung den Wünschen entspricht. Nach langen Verhandlungen wird zu Beginn des Jahres 1925 der Kaufvertrag und der Vertrag für das Gleisanschlussrecht abgeschlossen, ein Jahr später wird der Bau des Geländes beendet.
1925
Das Areal von 70‘000,m² wird nicht auf einmal überbaut, sondern soll sukzessiv den Bedürfnissen angepasst werden. Für den ersten Bau plant man zwei parallele Blöcke von 135 m Länge und 24 m Breite. Die Mietfläche beider Gebäude beträgt 20‘000 m². Während des Baus zeigt sich das Bedürfnis eines Schuppens zur Einlagerung von Automobilen, welcher ebenfalls gebaut wird. Am Eingang wird für den Zollwächter ein kleines Gebäude errichtet, das ganze Areal erhält zudem einen zwei Meter hohen Drahtzaun. Die neu gebaute Freilagerstrasse verbindet das neue Areal mit der Albisriederstrasse.
1926
Zweck der Zürcher Freilager AG ist den Handel und Transithandel über Zürich zu fördern. Das wird in den Statuten der ZF festgelegt.
Die ZF erhält auch grosse zollpolitische Bedeutung. Das Freilagergebiet zählt zolltechnisch zum Ausland. Waren können unverzollt eingelagert werden, unabhängig davon, ob sie zu einem späteren Zeitpunkt eingeführt oder als Transitware weitertransportiert werden. Speziell ist die Regelung der Freipässe. Mit einem solchen Dokument, welches meist zeitlich befristet ist, können unverzollte Waren zu Ausstellungszwecken in der Schweiz herumgeführt werden und müssen erst beim Verkauf verzollt werden.
1929
Im Oktober 1929 beginnt die Wirtschaftskrise mit dem Schwarzen Freitag an der New Yorker Börse. Die Auswirkungen der Krise der amerikanischen Wirtschaft sind für die ZF nur bei der Einfuhr amerikanischer Autos zu spüren, welche um ein Viertel zurück geht. Der Umsatz bei Lagergeschäften wird jedoch um 50% gesteigert. Die Gebäude der ZF werden erneuert und mit leistungsfähigeren Liften ausgestattet. Da mit dem Rückgang der Autoimporte aus USA eine der Haupteinnahmequellen zu versiegen droht, versucht man neue Geschäftsfelder zu erschliessen.
1937
Die anhaltend unsichere Wirtschaftslage erlaubt keine Verbesserung der Geschäftszahlen; die grössten Einbussen sind im Freilagergeschäft. Das Lagergeschäft sowie das eigene Transportwesen verzeichnen einen Zuwachs, langsam zeichnet sich eine Verschiebung der Geschäftstätigkeit ab: weg vom Freilagergeschäft hin zu allgemeiner Lagerhaltung.
1939 - 1945 Zweiter Weltkrieg
Vor dem Zweiten Weltkrieg konzentriert sich die Schweizer Aussenpolitik auf die Versorgung des Landes während des Krieges.
Das Jahr 1941 verläuft für die ZF befriedigend, obwohl mit kriegsbedingten Problemen, wie der Schrumpfung des schweizerischen Aussenhandels, Blockaden, Verlängerung der Transportdauer wegen Mangel an Rollmaterialien oder der Unmöglichkeit der Ladung von schweizerisch gecharterten Schiffen in Genua, gekämpft werden musste.
1942 beschränkt sich das Freilagergeschäft auf die Nettoverzollung sowie auf Transitabfertigungen. Das Aufkommen des Teppichhandels verbessert den Geschäftsgang der ZF. Der Zuzug iranischer Händler bringt eine markante Verbesserung des Mietgeschäftes und eine Zunahme der Mieteinnahmen um rund 40%. Trotz starker Konkurrenz kann das eigene Lagergeschäft ausgedehnt werden.
Trotz widriger Wirtschaftslage gelingt es der ZF im Jahr 1944, das Lagergeschäft weiter auszubauen. Das Jahr 1944 ist das schlechteste Importjahr seit Kriegsbeginn, seit der Landung der Alliierten in Frankreich ist der absolute Tiefstand erreicht. Das Freilagergeschäft bleibt deshalb im Jahr 1945 ohne Bedeutung, im Mietgeschäft ist ein leichter Rückgang festzuhalten. Das allgemeine Lagergeschäft steigert seine Einnahmen um ein Zehntel und gestattet eine grosszügige Abschreibungspolitik,
vor allem auf den Immobilien.
1945
Nach dem Kriegsende sind immer noch die verschiedensten Probleme bei Import und Export vorhanden. Importrouten werden weiter von den Alliierten kontrolliert. Der Verwaltungsrat geht aber trotz all dieser Probleme, wie der alliierten Blockadenpolitik oder schwarzer Listen, von einer Entwicklung hin zu einem relativ freien Handel aus.
1948
Trotzdem leidet die ZF unter den Folgen des seit drei Jahren beendeten Krieges. Der rückläufige Umsatz ist auf geringe Importe und Exporte zurückzuführen, ebenso macht sich die aufkommende Konkurrenz im Lager- und Transportgeschäft bemerkbar, eine Reduktion der Gewinnmargen ist die Folge.
1955
Da es für Autoimporteure einträglicher ist, ihre Autos im Zollfreilager einzulagern, beschliesst der Verwaltungsrat den Bau einer Autolagerhalle, welche Platz für bis zu 350 Autos bietet. Noch vor dem Bau ist der grösste Teil der Lagerfläche langfristig vermietet, die neue Halle wird zum einträglichsten Geschäft für die ZF.
1959
Aufgrund der Entwicklung der ZF und der geplanten Eröffnung eines Freilagers am Flughafen Kloten, wird die Firma in englischer und italienischer Sprache ins Handelsregister eingetragen. Auf Anfrage wählt die Schweizerische Kreditanstalt als eine Hauptaktionärin die Namen Punto Franco di Zurigo S.A. und Zurich Bonded Warehouse Company Ltd.
1960
Ab dem 1.1.1960 gelten neue Zolltarife, welche in der ZF um 24% steigen. Da auch eine neue Taraverordnung in Kraft tritt, verliert die Nettoverzollung in den Freilagern an Bedeutung, die Importeure sind weniger oder gar nicht mehr auf die Freilager angewiesen. Die ZF fokussiert sich daher stärker auf das Lagergeschäft.
Mit Inbetriebnahme des Frachtgebäudes West durch den Flughafen Zürich erfolgt gleichzeitig die Eröffnung der Filiale Flughafen Kloten der ZF, welche der zunehmenden Bedeutung des Luftfrachtverkehrs Rechnung trägt. Den Verhältnissen des Luftverkehrs angepasst, entwickelt sich die Filiale zu einem Verteilzentrum für ganz Europa. Führende Unternehmen richten in den Räumlichkeiten eigene Warenlager ein. Auch wird die Bedeutung Zürichs als Umschlagplatz von Wertgütern erkannt und dafür am Flughafen eine Tresoranlage eingerichtet.
1964
Fiat verlängert den bestehenden Vertrag mit der ZF in Albisrieden nicht, Ford wird in diesem Jahr eine eigene Importhalle in der Schweiz bauen. Bei der Autoverzollung sind grosse Erleichterungen geschaffen worden. Bis 1964 war der Autoimport die Haupteinnahmequelle der ZF, plötzlich ist dessen Zukunft ungewiss.
1994
Der Bau des Block 7 wurde beendet. Die Liegenschaft an der Rautistrasse 71, im sogenannten Inlandteil des Areals, vergrösserte das Angebot an Gewerbefläche am Standort Albisrieden. Neben Firmen aus der Grafikbranche haben etliche andere Unternehmen einen neuen Sitz gefunden.
2007
Als weitere Folge der Konzentration auf das Kerngeschäft "Immobilien" mit der Bewirtschaftung und Entwicklung der Areale in
Zürich-Albisrieden und Embrach-Embraport trennt sich die Zürcher Freilager vom Standort Flughafen und verkauft die Aktivitäten der Logistikfirma Cargologic AG.
2008
Die für die Entwicklung des Quartiers Albisrieden und die Stadt Zürich bedeutende Projektentwicklung “Freilager Albisrieden” kommt mit der im Frühjahr erfolgten Umzonung von einer Industriezone in eine Zentrumszone mit hohem Wohnanteil planmässig voran und der private Gestaltungsplan wird vorbereitet. Ein trotz akuter Wohnungsnot durch die äusserste Linke ergriffenes Referendum gegen die Umzonung macht eine Volksabstimmung nötig: Am 30.11.2008 sagt die Stadtzürcher Bevölkerung mit überwältigendem Mehr “Ja zur Umzonung” und zur Entwicklung dieses neuen Wohnquartiers.
2009 - 2010
Zusammen mit der Stadt Zürich entwickelt die Zürcher Freilager AG den privaten Gestaltungsplan " Freilager Albisrieden". Basierend auf einem qualitativ hochstehenden städtebaulichem Leitbild bildet der Gestaltungsplan die Grundlage für eine attraktive und städtebaulich stimmige Architektur in nachhaltiger Bauweise. Der Gestaltungsplan wird im 2010 vom Stadtrat und der kantonalen Baudirektion genehmigt und am 27.11.2010 vom Stadtrat in Kraft gesetzt. Parallel zum Bewilligungsverfahren des privaten Gestaltungsplans führt die Zürcher Freilager AG Studienwettbewerbe durch. Auf den drei Areal-Teilgebieten werden Teilprojekte mit folgenden Architekten-Teams weiterbearbeitet:
- Teilgebiet A (nördlicher Arealteil entlang Rautistrasse): Rolf Mühlethaler, Architekt, Bern.
- Teilgebiet C (südwestlicher Arealteil an Bachwiesen angrenzend): Nahoko Hara, Zeno Vogel Architekten, Zürich, Wingender, Hovenier Architecten BV, Amsterdam.
- Teilgebiet D (südöstlicher Arealteil mit Bestandesbauten Blöcke 1 und 2) und Gebäude A4 (studentisches Wohnen): Marcel Meili, Markus Peter Architekten, Zürich.
2011
„Die drei Architektenteams erarbeiten zusammen mit dem Projektteam und einem Generalplanerteam Infrastruktur das Vorprojekt und das Bauprojekt. Im November 2011 erfolgte die Baueingabe. Das Bauprojekt hält sich im Rahmen des bewilligten privaten Gestaltungsplans Freilager Albisrieden und der geltenden Bauvorschriften. Ein ganzes Gebäude ist für studentisches Wohnen vorgesehen. Die Bauprojekte sehen einen sehr hohen Standard bezüglich Nachhaltigkeit vor und leisten einen Beitrag zu den Energiepolitik-Zielen der Stadt und zur 2000-Watt-Gesellschaft“
Am 23. Juli 1924 wird die Zürcher Freilager AG auf Veranlassung der Zürcher Handelskammer gegründet und am 3. Dezember desselben Jahres ins Handelsregister aufgenommen.
Viel Aufwand bereitete die Platzfrage, von 21 Angeboten im Gebiet der Stadt Zürich entspricht keines den Anforderungen. Nach langem Suchen findet sich in der Gemeinde Albisrieden ein Areal, welches in Bezug auf Grösse, ebene Lage, Gleisanschluss, Entfernung zur Stadt, Anfahrt für Lastautos sowie Tramanbindung den Wünschen entspricht. Nach langen Verhandlungen wird zu Beginn des Jahres 1925 der Kaufvertrag und der Vertrag für das Gleisanschlussrecht abgeschlossen, ein Jahr später wird der Bau des Geländes beendet.
1925
Das Areal von 70‘000,m² wird nicht auf einmal überbaut, sondern soll sukzessiv den Bedürfnissen angepasst werden. Für den ersten Bau plant man zwei parallele Blöcke von 135 m Länge und 24 m Breite. Die Mietfläche beider Gebäude beträgt 20‘000 m². Während des Baus zeigt sich das Bedürfnis eines Schuppens zur Einlagerung von Automobilen, welcher ebenfalls gebaut wird. Am Eingang wird für den Zollwächter ein kleines Gebäude errichtet, das ganze Areal erhält zudem einen zwei Meter hohen Drahtzaun. Die neu gebaute Freilagerstrasse verbindet das neue Areal mit der Albisriederstrasse.
1926
Zweck der Zürcher Freilager AG ist den Handel und Transithandel über Zürich zu fördern. Das wird in den Statuten der ZF festgelegt.
Die ZF erhält auch grosse zollpolitische Bedeutung. Das Freilagergebiet zählt zolltechnisch zum Ausland. Waren können unverzollt eingelagert werden, unabhängig davon, ob sie zu einem späteren Zeitpunkt eingeführt oder als Transitware weitertransportiert werden. Speziell ist die Regelung der Freipässe. Mit einem solchen Dokument, welches meist zeitlich befristet ist, können unverzollte Waren zu Ausstellungszwecken in der Schweiz herumgeführt werden und müssen erst beim Verkauf verzollt werden.
1929
Im Oktober 1929 beginnt die Wirtschaftskrise mit dem Schwarzen Freitag an der New Yorker Börse. Die Auswirkungen der Krise der amerikanischen Wirtschaft sind für die ZF nur bei der Einfuhr amerikanischer Autos zu spüren, welche um ein Viertel zurück geht. Der Umsatz bei Lagergeschäften wird jedoch um 50% gesteigert. Die Gebäude der ZF werden erneuert und mit leistungsfähigeren Liften ausgestattet. Da mit dem Rückgang der Autoimporte aus USA eine der Haupteinnahmequellen zu versiegen droht, versucht man neue Geschäftsfelder zu erschliessen.
1937
Die anhaltend unsichere Wirtschaftslage erlaubt keine Verbesserung der Geschäftszahlen; die grössten Einbussen sind im Freilagergeschäft. Das Lagergeschäft sowie das eigene Transportwesen verzeichnen einen Zuwachs, langsam zeichnet sich eine Verschiebung der Geschäftstätigkeit ab: weg vom Freilagergeschäft hin zu allgemeiner Lagerhaltung.
1939 - 1945 Zweiter Weltkrieg
Vor dem Zweiten Weltkrieg konzentriert sich die Schweizer Aussenpolitik auf die Versorgung des Landes während des Krieges.
Das Jahr 1941 verläuft für die ZF befriedigend, obwohl mit kriegsbedingten Problemen, wie der Schrumpfung des schweizerischen Aussenhandels, Blockaden, Verlängerung der Transportdauer wegen Mangel an Rollmaterialien oder der Unmöglichkeit der Ladung von schweizerisch gecharterten Schiffen in Genua, gekämpft werden musste.
1942 beschränkt sich das Freilagergeschäft auf die Nettoverzollung sowie auf Transitabfertigungen. Das Aufkommen des Teppichhandels verbessert den Geschäftsgang der ZF. Der Zuzug iranischer Händler bringt eine markante Verbesserung des Mietgeschäftes und eine Zunahme der Mieteinnahmen um rund 40%. Trotz starker Konkurrenz kann das eigene Lagergeschäft ausgedehnt werden.
Trotz widriger Wirtschaftslage gelingt es der ZF im Jahr 1944, das Lagergeschäft weiter auszubauen. Das Jahr 1944 ist das schlechteste Importjahr seit Kriegsbeginn, seit der Landung der Alliierten in Frankreich ist der absolute Tiefstand erreicht. Das Freilagergeschäft bleibt deshalb im Jahr 1945 ohne Bedeutung, im Mietgeschäft ist ein leichter Rückgang festzuhalten. Das allgemeine Lagergeschäft steigert seine Einnahmen um ein Zehntel und gestattet eine grosszügige Abschreibungspolitik,
vor allem auf den Immobilien.
1945
Nach dem Kriegsende sind immer noch die verschiedensten Probleme bei Import und Export vorhanden. Importrouten werden weiter von den Alliierten kontrolliert. Der Verwaltungsrat geht aber trotz all dieser Probleme, wie der alliierten Blockadenpolitik oder schwarzer Listen, von einer Entwicklung hin zu einem relativ freien Handel aus.
1948
Trotzdem leidet die ZF unter den Folgen des seit drei Jahren beendeten Krieges. Der rückläufige Umsatz ist auf geringe Importe und Exporte zurückzuführen, ebenso macht sich die aufkommende Konkurrenz im Lager- und Transportgeschäft bemerkbar, eine Reduktion der Gewinnmargen ist die Folge.
1955
Da es für Autoimporteure einträglicher ist, ihre Autos im Zollfreilager einzulagern, beschliesst der Verwaltungsrat den Bau einer Autolagerhalle, welche Platz für bis zu 350 Autos bietet. Noch vor dem Bau ist der grösste Teil der Lagerfläche langfristig vermietet, die neue Halle wird zum einträglichsten Geschäft für die ZF.
1959
Aufgrund der Entwicklung der ZF und der geplanten Eröffnung eines Freilagers am Flughafen Kloten, wird die Firma in englischer und italienischer Sprache ins Handelsregister eingetragen. Auf Anfrage wählt die Schweizerische Kreditanstalt als eine Hauptaktionärin die Namen Punto Franco di Zurigo S.A. und Zurich Bonded Warehouse Company Ltd.
1960
Ab dem 1.1.1960 gelten neue Zolltarife, welche in der ZF um 24% steigen. Da auch eine neue Taraverordnung in Kraft tritt, verliert die Nettoverzollung in den Freilagern an Bedeutung, die Importeure sind weniger oder gar nicht mehr auf die Freilager angewiesen. Die ZF fokussiert sich daher stärker auf das Lagergeschäft.
Mit Inbetriebnahme des Frachtgebäudes West durch den Flughafen Zürich erfolgt gleichzeitig die Eröffnung der Filiale Flughafen Kloten der ZF, welche der zunehmenden Bedeutung des Luftfrachtverkehrs Rechnung trägt. Den Verhältnissen des Luftverkehrs angepasst, entwickelt sich die Filiale zu einem Verteilzentrum für ganz Europa. Führende Unternehmen richten in den Räumlichkeiten eigene Warenlager ein. Auch wird die Bedeutung Zürichs als Umschlagplatz von Wertgütern erkannt und dafür am Flughafen eine Tresoranlage eingerichtet.
1964
Fiat verlängert den bestehenden Vertrag mit der ZF in Albisrieden nicht, Ford wird in diesem Jahr eine eigene Importhalle in der Schweiz bauen. Bei der Autoverzollung sind grosse Erleichterungen geschaffen worden. Bis 1964 war der Autoimport die Haupteinnahmequelle der ZF, plötzlich ist dessen Zukunft ungewiss.
1994
Der Bau des Block 7 wurde beendet. Die Liegenschaft an der Rautistrasse 71, im sogenannten Inlandteil des Areals, vergrösserte das Angebot an Gewerbefläche am Standort Albisrieden. Neben Firmen aus der Grafikbranche haben etliche andere Unternehmen einen neuen Sitz gefunden.
2007
Als weitere Folge der Konzentration auf das Kerngeschäft "Immobilien" mit der Bewirtschaftung und Entwicklung der Areale in
Zürich-Albisrieden und Embrach-Embraport trennt sich die Zürcher Freilager vom Standort Flughafen und verkauft die Aktivitäten der Logistikfirma Cargologic AG.
2008
Die für die Entwicklung des Quartiers Albisrieden und die Stadt Zürich bedeutende Projektentwicklung “Freilager Albisrieden” kommt mit der im Frühjahr erfolgten Umzonung von einer Industriezone in eine Zentrumszone mit hohem Wohnanteil planmässig voran und der private Gestaltungsplan wird vorbereitet. Ein trotz akuter Wohnungsnot durch die äusserste Linke ergriffenes Referendum gegen die Umzonung macht eine Volksabstimmung nötig: Am 30.11.2008 sagt die Stadtzürcher Bevölkerung mit überwältigendem Mehr “Ja zur Umzonung” und zur Entwicklung dieses neuen Wohnquartiers.
2009 - 2010
Zusammen mit der Stadt Zürich entwickelt die Zürcher Freilager AG den privaten Gestaltungsplan " Freilager Albisrieden". Basierend auf einem qualitativ hochstehenden städtebaulichem Leitbild bildet der Gestaltungsplan die Grundlage für eine attraktive und städtebaulich stimmige Architektur in nachhaltiger Bauweise. Der Gestaltungsplan wird im 2010 vom Stadtrat und der kantonalen Baudirektion genehmigt und am 27.11.2010 vom Stadtrat in Kraft gesetzt. Parallel zum Bewilligungsverfahren des privaten Gestaltungsplans führt die Zürcher Freilager AG Studienwettbewerbe durch. Auf den drei Areal-Teilgebieten werden Teilprojekte mit folgenden Architekten-Teams weiterbearbeitet:
- Teilgebiet A (nördlicher Arealteil entlang Rautistrasse): Rolf Mühlethaler, Architekt, Bern.
- Teilgebiet C (südwestlicher Arealteil an Bachwiesen angrenzend): Nahoko Hara, Zeno Vogel Architekten, Zürich, Wingender, Hovenier Architecten BV, Amsterdam.
- Teilgebiet D (südöstlicher Arealteil mit Bestandesbauten Blöcke 1 und 2) und Gebäude A4 (studentisches Wohnen): Marcel Meili, Markus Peter Architekten, Zürich.
2011
„Die drei Architektenteams erarbeiten zusammen mit dem Projektteam und einem Generalplanerteam Infrastruktur das Vorprojekt und das Bauprojekt. Im November 2011 erfolgte die Baueingabe. Das Bauprojekt hält sich im Rahmen des bewilligten privaten Gestaltungsplans Freilager Albisrieden und der geltenden Bauvorschriften. Ein ganzes Gebäude ist für studentisches Wohnen vorgesehen. Die Bauprojekte sehen einen sehr hohen Standard bezüglich Nachhaltigkeit vor und leisten einen Beitrag zu den Energiepolitik-Zielen der Stadt und zur 2000-Watt-Gesellschaft“